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Zum Gut Saxtorf in Schleswig-Holstein gehörte die Dorfschaft Holzdorf (Kreis Eckernförde), in der fünf Hufen und drei Katenstellen (= kleine Bauernhöfe) ausgelegt waren. Nach dem „Siesebyer Zehntenregister“ von 1672 war Detleff Gimm Nutznießer einer diesen Hufen.
Erstmals wird damit der Name Gimm in Schwansen / Schleswig-Holstein bekannt. Wann und woher Detleff Gimm nach Holzdorf gekommen ist, konnte nicht feststellt werden. Wahrscheinlich ist er aber erst einige Jahre zuvor nach Holzdorf gezogen, denn im vorherigen „Siesebyer Zehntenregister“ ist die Besetzung der Hufen mit anderen Namen festgehalten.
Die Kirchenbücher lassen auch nicht erkennen, wann und wo Detleff Gimm gestorben ist und wer seine Hinterbliebenen waren. Nachkommen aus diesem Stamm werden auch in den späteren Jahren nicht bekannt. Auch ob Detleff Gimm einen Bruder oder evtl. zwei Vornamen gehabt hat, ist nicht festzustellen.
Hanß Gim, der Stammvater der schleswig-holsteinischen Linie
Aus den Kirchenbüchern von Rieseby ist lediglich festzustellen, dass er verheiratet war und drei Kinder (Hanß, Anna und Peter) hatte, die alle in Norby geboren wurden.
Wie bereits an anderer Stelle beschrieben, wird er 1686 in einem Manuskript in der Handschriftensammlung der Kieler Universitätsbibliothek in den Registern des Hochgräflichen Gutes Eschelsmark (das später zum Gut Ornum gehört), als Hufner des Dorfes Bohnert (an der Schlei zwischen Schleswig und Eckernförde gelegen) geführt. Über seine Herkunft sind keine Aufzeichnungen vorhanden.
Hanß Gim ist am 14.05.1722 in Norby gestorben.
Die Ahnentafel der 1. bis 4. Generation um den Stammvater Hanß Gim

Hanß Chim-Wegener (Sohn von Hanß Gim) 2. Generation
Hanß wurde 1673 in Norby, Kirchspiel Rieseby geboren. Es ist nicht gesichert erklärt, warum die beiden Söhne den zweiten Nachnamen „Wegener“ geführt haben. Ich vermute, dass die Mutter eine geborene Wegener war.
Nach der Heirat am 24.11.1709 in Rieseby mit Dorthee, geborene Kock, übernahm das Ehepaar eine Katenstelle in Norby. Hanß betrieb im Hauptberuf eine Schuhmacherei. Die Eltern der Ehefrau hießen Hinrich und Margarethe und hatten eine Hufenstelle in Basdorf (ebenfalls im Kirchspiel Rieseby).
Im Kirchenbuch von Rieseby ist vermerkt, dass „Hanß Chim, der lange krank gelegen hatte, im Alter von 49 Jahren auf dem Wege von Karl Duff, wo er als Gast gewesen war und nach Hause wollte, am 13.05.1722 gestorben ist. Er ist am 17. Mai in Rieseby beerdigt. Zu den Hinterbliebenen gehörten neben der Witwe zwei Kinder und zwar die am 17. August 1710 in Norby geborene Tochter Dorothee und der Sohn Detleff, der am 28. April 1715 geboren war“.
Anna Chim (Tochter von Hanß Gim) 2. Generation
Über ihren weiteren Werdegang ist nichts bekannt.
Peter Chim-Wegener (Sohn von Hanß Gim) 2. Generation
Er wurde im Jahre 1678 in Norby geboren. Auch er trug, wie sein Bruder Hanß, den zweiten Nachnamen „Wegener“. Am 30. Oktober 1718 heiratete er in Rieseby Anna Catharina, geborene Rams, und übernahm zunächst in Norby eine Kate und später eine Hufenstelle. Seine junge Frau brachte eine uneheliche Tochter mit Namen Bartge mit in die Ehe. Das Kind ist im Alter von vier Jahren gestorben.
Dorothee Gimm (Tochter von Hanß Chim-Wegener) 3. Generation
Sie wurde am 17.08.1710 in Norby geboren.
Über ihren weiteren Werdegang ist nichts bekannt.
Detleff Gimm (Sohn von Hanß Chim-Wegener) 3. Generation
Er wurde am 28.04.1715 in Norby geboren.
Auch über seinen weiteren Werdegang ist nichts bekannt.
Detleff Gimm (Sohn von Peter Chim-Wegener) 3. Generation
Er wurde am 23.11.1719 geboren und starb als Kleinkind.
Dorothea Gimm (Tochter von Peter Chim-Wegener) 3. Generation
Sie wurde am 02.09.1722 in Norby geboren.
Über ihren weiteren Werdegang ist nichts bekannt.
Frenz Gimm (Sohn von Peter Chim-Wegener) 3. Generation
Er wurde im Jahre 1728 in Norby geboren. Nach der Heirat mit Elisabeth, geborene Maßen, aus Sönderby, zog das Ehepaar nach Bohnert und hat dort eine Wurthstelle übernommen. Soweit festzustellen war, hatte die Familie drei Söhne und zwar Conrad, Claus und Cay.
Detleff Gimm (Sohn von Peter Chim-Wegener) 3. Generation
Er wurde im März 1732 in Norby geboren und am 05. März 1732 in Rieseby getauft. Gevatter waren seine Excellence der Kammerherr und Conferenzrat Detleff Brockdorff zu Saxtorf, Detleff Kok und Elsabe Tiesen.
Über seinen weiteren Werdegang ist nichts bekannt.
Conrad Gimm (Sohn von Frenz Gimm) 4. Generation
Er wurde im Jahre 1750 in Norby geboren und in der Kirche zu Rieseby getauft. Als Knecht auf Sönderbyhof heiratete er am 27.09.1776 in der Kirche zu Rieseby Margarethe Sophie, geborene Maßen, aus Sönderby. Die Eltern der Ehefrau hießen Hans Maßen und Christine, geborene Neelsen, und hatten eine Katenstelle in Sönderby. Nach fast zehnjähriger Ehe starb Margarethe Sophie am 10.02.1785. Sie hinterließ vier Kinder.
Die zweite Ehe wurde am 06.07.1786 in Rieseby mit Sophia Ulrike Amalie, geborene Möhlen (verwitwete Schween) geschlossen. Sie war zugleich Schwiegermutter zu dem Stiefsohn Hans Joachim aus der ersten Ehe. Aus dieser Ehe kamen weitere vier Kinder. Nachdem das Ehepaar zunächst eine Katenstelle bewirtschaftete, übernahmen sie später eine Hufenstelle in Sönderby. Sophia Ulrike Amalie starb am 10.11.1818.
Conrad heiratete in dritter Ehe am 03.04.1821 Catharina Sophia, geborene Goos, aus Sönderby. Am 15.07.1821 wurde aus dieser Ehe ihr Sohn Frenz geboren. Somit handelte es sich bei dem zum damaligen Zeitpunkt 71-jährigen Conrad wahrscheinlich um eine „Muss“-Heirat, da sein Sohn Frenz bereits wenige Monate später das Licht der Welt erblickte.
Conrad starb 75-jährig am 14.08.1828 als Vater von neun Kindern in Sönderby.
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